Chronik

Chronik

Am 20.08.1867 wütete in Rettenbach der größte überlieferte Brand. Deshalb wurde ein Jahr später, 1868, die Feuerwehr Kammer ins Leben gerufen, die zu jener Zeit selbstständige Gemeinde Kammer genehmigte den Kauf einer Saug- und Druckspritze. Die Freiwillige Feuerwehr Kammer feiert somit im Jahre 2018 ihr 150-jähriges Bestehen und gilt als eine der ältesten Dorffeuerwehren Bayerns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damals war die Feuerwehr in einem Holzschuppen in der Pallinger Straße, neben der Schreinerei Haitzer, untergebracht. Später entstand an der selben Stelle das erste richtige Feuerwehrhaus. Um großzügigere Platzverhältnisse zu schaffen, konnte schließlich im August 1995 das neue Feuerwehrgerätehaus in Neukammer bezogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das erste Fahrzeug wurde 1964 beschafft, ein Tragkraftspritzefahrzeug (TSF) der Firma Ford. Dieses konnte im Jahr 1985 durch ein neues TSF ersetzt werden. Zu dieser Zeit befand sich ebenfalls ein Mannschaftsbus auf VW Basis im Einsatzdienst der Feuerwehr. Aus Platzgründen war dieses beim damaligen Kommandanten Manfred Brückner in dessen Stadl untergestellt. Im Einsatzfall ist er damit dann direkt von zu Hause aus an das Feuerwehrhaus ausgerückt.

 

Ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) war das erste wasserführende und mit Atemschutzgeräten ausgestattete Einsatzfahrzeug, welches 1996 in Betrieb genommen werden konnte. Dieses hat bei einem Verkehrsunfall einen Totalschaden erlitten, so dass übergangsweise ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) von Magirus Deutz (Baujahr 1981) in Kammer stationiert war.

 

Heute greift die Wehr auf ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25 - Florian Kammer 20/1, Baujahr 1991) sowie auf das Tragkraftspritzenfahrzeug (Florian Kammer 44/1) aus dem Jahre 1985 zurück. Auf Grund der zunehmenden technischen Mängel, sowie der hohen Ausfallquote des TSF hat der Stadtrat in der Septembersitzung 2015 beschlossen, für die Feuerwehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug Logisitik (TSF-Logistik) zu beschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lag das Hauptaugenmerk bei der Gründung noch auf dem Löschen von Bränden, wandelte sich auch das Einsatzspektrum der Feuerwehr im Laufe der Zeit. Mittlerweile gewinnt die Technische Hilfeleistung immer mehr an Bedeutung, weshalb auch die meisten Einsätze diesem Bereich zuzuordnen sind. So sind von durchschnittlich etwa 50 Einsätzen im Jahr nur noch zehn Prozent davon Brandeinsätze, der Rest verteilt sich auf Technische Hilfeleistung, Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern und Sicherheitswachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben den Übungen und Einsätzen bietet die Freiwillige Feuerwehr aber auch Kurse und Informationsveranstaltungen für Außenstehende an. So findet in regelmäßigen Abständen ein Erste-Hilfe-Kurs, mit Unterstützung des Roten Kreuzes bzw. des Malteser Hilfsdienstes, statt. Auch werden die Kindergarten- und Schulkinder einmal jährlich eingeladen, die Feuerwehr aus nächster Nähe kennen zu lernen. Dort werden die verschiedenen Gefahren, wie beispielsweise ein Fettbrand, demonstriert.

 

In der ersten schriftlichen Erwähnung der Mitglieder ist ein Personalstand von 44 Personen in der freiwilligen Feuerwehr und 38 Personen in der Pflichtfeuerwehr angegeben. Die Mitgliederanzahl der Aktiven ist heute in etwa so hoch wie damals. Rund 80 Frauen und Männer inklusive einer Jugendgruppe stehen dem Einsatzdienst zur Verfügung. Dieses Potential ermöglicht es (noch), eine ausreichende Personalstärke insbesondere bei Tageseinsätzen zu stellen. Wie lange dies möglich sein wird, ist von vielen Faktoren abhängig. Die Feuerwehrführung stemmt sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den eindeutigen Trend, tagsüber auf Grund von Personalmangel Teile der Ausrüstung abmelden zu müssen.

 

Eine Jugendgruppe der Feuerwehr wurde 1996 ins Leben gerufen. 1968 wurde der Feuerwehrverein gegründet und als eingetragener Verein im Register aufgenommen. Dieser wuchs im Laufe der Jahre und kann heute eine Mitgliederzahl von etwa 250 Personen vorweisen.

Freiwillige Feuerwehr Kammer anno 2002